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Dezember 2017

Vorbereitungen für den Tag der offenen Tür

Dezember 2017

Eindrücke vom Tag der offenen Tür

Presseschau zum Festakt am 08.12.2017

Einweihung der Evangelischen Fachschule für Sozialpädagogik.

Von Hannah Fedricks Zelaya - Badische Zeitung

erschienen: Sa, 09. Dezember 2017, Lahr

 LAHR. Mit einem Festakt, der die jüdischen Wurzeln der Gründerin und Namensgeberin Regine Jolberg mit christlichen Gedanken verband, hat die Evangelische Fachschule für Sozialpädagogik Regine Jolberg die Einweihung des neuen Domizils gefeiert. Ende des vorigen Schuljahres war sie von Nonnenweier auf das Lahrer Zeitareal gezogen.

http://w.online-verlag-freiburg.de/www/delivery/lg.php?bannerid=4828&campaignid=2277&zoneid=80859&loc=1&referer=http%3A%2F%2Fwww.badische-zeitung.de%2Feinweihung-der-fachschule-fuer-sozialpaedagogik--print&cb=8e5884805b"Die Arbeit und der Geist Regine Jolbergs sind noch heute hier spürbar", verkündete Friederike Heidland, die Geschäftsführerin der Evangelischen Fachschulen für Sozialpädagogik gGmbH in ihrem Grußwort. Auch in der Einweihungsfeier war die Namensgeberin allgegenwärtig. "Sie hat in Zeiten extremer sozialer Not erkannt, dass es für die Kinderbetreuung einer Ausbildung bedarf, und Kinder nicht nur aufbewahrt werden sollten. So hat sie sozusagen einen neuen Beruf geschaffen", sagte Schüler Leon Sonntag in einem Wechselgespräch über die Namensgeberin.

Den Platz, diesen Beruf so umfassend wie möglich zu erlernen, will die Fachschule für Sozialpädagogik in Zukunft in Lahr bieten. "Nonnenweier wurde einfach zu eng", nannte die stellvertretende Schulleiterin Britta Schrape in ihrer Ansprache einen der Gründe für den Umzug der Schule. "Wir wollten dem Fachkräftemangel entgegenwirken und unsere Zielgruppe ausweiten. Damit sind wir in Nonnenweier an räumliche Grenzen gestoßen." Zudem sei die Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr sehr schlecht gewesen. Zwar habe man mit Unterstützung der örtlichen Verwaltung nach Lösungen gesucht, diese seien jedoch nicht realisierbar gewesen. "Ein weiterer Vorteil hier in Lahr ist natürlich auch, dass es viel mehr Möglichkeiten der Kooperation und Vernetzung gibt", erklärte Schrape weiter. Das Groovelab, das in Kooperation mit der Musikschule auch für Erzieher angeboten werden soll, ist ein Beispiel dafür (siehe Infobox zur BZ-Aktion Weihnachtswunsch).

"Natürlich gab es auch Zweifel, ob es möglich sein wird, das Gefühl der Identifikation, das unsere Schüler für ihre Schule entwickelt haben, hierhin mitzunehmen, wenn wir den geschützten Raum den Mutterhauses verlassen. Ich glaube schon", betonte Schrape. "Uns leiten früher wie heute die selben Ideen." Symbol dafür soll auch der Name sein, den die Schule nach Lahr mitgenommen hat.


"Für uns geht mit dem Umzug eine lange und traditionsreiche Ära zu Ende", sagte Schwester Elisabeth vom Diakonissenhaus in Nonnenweier nicht ganz ohne Wehmut in der Stimme. "In all den Jahren wurde die pädagogische Arbeit der Schule immer von uns begleitet." Im Namen aller Schwestern wünschte sie den Lehrern und Schülern, dass sie sich bei allen Veränderungen, stets auf das christliche Fundament von Regine Jolberg zurückerinnern. Dafür überreichte sie ein Portrait Regine Jolbergs aus den ehemaligen Räumlichkeiten in Nonnenweier.

Für den Ersten Bürgermeister Guido Schöneboom ist die Ansiedlung der Fachschule für Sozialpädagogik ein Grund zum Feiern. "Willkommen in der Bildungslandschaft Lahr. Hier sind Sie gut aufgehoben. Lernen Sie fleißig und werden Sie bald unsere zukünftigen Kollegen hier in Lahr", richtete er seinen Appell an die angehenden Erzieherinnen und Erzieher.

Mit Bezug auf das jüdische Elternhaus Regine Jolbergs – sie konvertierte erst als Erwachsene zum Christentum – wurde der Festakt von Schülern mit jüdischen Liedern und Klezmermusik umrahmt. Den Abschluss bildete außerdem das gemeinsam gesungene Lied zum Reformationsjubiläum "Da ist Freiheit". "Genau so einen Geist wünschen wir uns künftig für unsere Schule", begründete Leon Sonntag die Musikauswahl.

Nach der Feier lud die Schule ein zu einem Tag der offenen Tür. Es gab ein Nachmittagsprogramm und es bestand die Möglichkeit, die Räume der Schule kennen zu lernen und mit den Fachkräften und Schülern ins Gespräch zu kommen.

 

Regine Jolberg

Regine Jolberg ist1800 geboren. 1840 gründete sie in Leutesheim eine Arbeitsschule und dann ein Mutterhaus für Kinderpflegerinnen. 1881 siedelte sie nach Nonnenweier ins Schlösschen des Freiherrn von Böcklin um, wo genügend Platz für ein Schwesternheim mit Schule war. 1853 erhielt die Einrichtung den Namen "Mutterhaus für Kinderpflege". 1870 starb Regine Jolberg. 1952 wurde das Kindergärtnerinnenseminar staatlich anerkannt und ist seit 1970 Fachschule für Sozialpädagogik.

Bereicherung für die Stadt

Von Endrik Baublies,

erschienen: 09.12.2017, Lahrer Zeitung

Die Fachschule für Sozialpädagogik hat bei einem Festakt ihren Umzug von Nonnenweier nach Lahr gefeiert. Das Gebäude in Nonnenweier war zu klein geworden. Außerdem war die Anbindung an den ÖPNV ein Problem.

Foto: Baublies

Die evangelische Fachschule für Sozialpädagogik ist jetzt im Industriehof zu Hause. Der Neuanfang wurde am Freitag bei einem Festakt gefeiert. Am Nachmittag gab es für Interessierte einen Tag der offen Tür.

Lahr. Der Umzug von Nonnenweier auf das Gelände der ehemaligen "Roth-Händle" sei dringend notwendig gewesen und habe viel Zeit, Raum und Nachdenken gefordert, sagte Britta Schrape, die stellvertretende Schulleiterin, zur Begrüßung. Nach mehr als 150 Jahren sei es in Nonnenweier zu klein geworden. Außerdem sei die Anbindung an den ÖPNV ein Handikap gewesen – trotz der Bemühungen der Gemeinde Schwanau. Man habe sich daher aus der "Enge in die Weite" aufgemacht. Schrape vertrat die Leiterin Silke Seidel-Beck, die verletzungsbedingt der Feier fernbleiben musste.

Friederike Heidland, Geschäftsführerin der evangelischen Fachschulen aus Karlsruhe, zitierte aus Unterlagen des Landesarchivs, was sich die Gründerin der Einrichtung, Regine Jolberg, um 1840 über eine Ausbildung für den Beruf der Kindergärtnerinnen gedacht hatte.

Kriterien für eine gute Ausbildung

Für eine gute Ausbildung sei keine Mühe zu viel. Zudem müsse über einen richtigen Standort und Personal nachgedacht werden. Die Frauen sollten die Fähigkeiten vermittelt bekommen, Lesen, Schreiben und Geschichten erzählen zu lehren. Außerdem sollte es eine Bibliothek und eine "gemütliche Ecke geben". Alle Redner waren sich einig, dass mehr Platz, bessere Erreichbarkeit sowie "eine gute Bibliothek und Sofaecken" am neuen Standort vorhanden sind.

"Kinder wollen erzogen sein – boshaft kann man schon allein." Bürgermeister Guido Schöneboom zitierte damit sinngemäß Wilhelm Busch, der für fast alles einen reichen Zitatenschatz bieten dürfte. Man habe aufgrund des neuen Standorts Grund zum Feiern. Die Schule für Erzieherinnen und Erzieher sei eine Bereicherung der Lahrer Bildungslandschaft. Schöneboom lud die Einrichtung dazu ein, mit anderen Schulen in der der Stadt in den Dialog zu treten. Da Lahr überdurchschnittlich wachse und dem mit einigen Investitionen in Kindergärten Rechnung trage, freue sich eine "junge dynamische Stadtverwaltung" über künftige Erzieher und Erzieherinnen.

Wolf Wössner, der Architekt, der den rund 15 Millionen Euro teuren Um- und Anbau in den vergangenen zwei Jahren geleitet hatte, dankte neben den Lehrern auch den Nachbarn: Juan Llombart von der Handels- und Treuhand GmbH und Eckehard Ficht vom Zeit-Areal. Wössner war im Rückblick immer noch fasziniert, dass der Raumplan, den die Lehrer vor dem gefundenen Platz im Industriehof, gemacht hatten, genau hierher gepasst habe. An die Adresse der Stadt Lahr ging daher auch der Tipp: Hier könnte noch mehr Platz für andere Schulen sein.

 INFO

Die Gründerin

Regine Jolberg stammt aus einer jüdischen Familie und gründete, zum Christentum konvertiert, in Leutesheim um 1840 ein "Mutterhaus für Kinderpflegerinnen". Die Übersiedlung nach Nonnenweier erfolgte 1851. Der Platz hatte in Leutesheim nicht mehr gereicht. In Nonnenweier sollte das Problem 160 Jahre später auftreten. Das Mädchen Regine wurde an einem christlichen Internat in Frankfurt erzogen. Sie war mit 29 Jahren zum zweiten Mal Witwe geworden. Sie musste den Tod zweier Kinder aus zweiter Ehe kurz nach deren Geburt überwinden und war dann alleinerziehende Mutter zweier Kinder aus erster Ehe.

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Adventsüberraschungen 2016

Wo Menschen zusammen sind, da gibt es vieles zu entdecken: überraschende Talente, eine große Spielfreude, die Lust am gemeinsanen singen und musizieren oder anregendende Gedanken, die man anderen mitteilen möchte. In unserer Schule ist es mittlerweile zur Tradition geworden all diesen Impulsen Raum zu geben. Wir treffen uns als Schulgemeinschaft in einer der Pausen und lassen uns von dem Geschehen überraschen, das Studierende oder DozentInnen für uns vorbereitet haben, uns zeigen und in die Adventszeit mit geben wollen.

So wie dieses Gedicht, das Kevin Remisch, Studierender des PiA-Kurses – UK selbst verfasst und vorgetragen hat.

Die Läden sind voll, die Uhr tickt gnadenlos.

Zum Weihnachtsfest ist der Stress wie jedes Jahr groß.

Geschenke müssen her und zwar in Sauß und Braus

Nicht Wenigen geht dabei das Geld schnell aus.

Die Ärmsten unter uns sparen alles für ein glückliches Kind.

Wir selbst fragen uns, wie viele Geschenke der Weihnachtsmann dieses Jahr bringt.

Und für die Reichen, welche gar feiern im schicken Eigenheim,

darf es nicht weniger als das Beste vom Besten sein.

Wann haben wir verlernt, was Weihnachten wahrlich bedeutet?

Wann haben wir vergessen, welchen Gedanken die Weihnachtszeit einläutet?

Wie kann es sein, dass man an Weihnachten die Liebe vergisst?

Wieso denken an Weihnachten nur noch Wenige an Jesus Christ?

Damals, am heiligen Abend, kamen sie von überall her:

Die sozial verstoßenen Hirten, die ausländischen Sternendeuter

Die Engel sprachen zu ihnen „Kommt, erlebt die Geburt, unsres Herrn“

und so eilten sie nach Betlehem, geleitet vom Stern.

Die Krippe als Ziel, kamen sie bald an,

zur Geburt des Sohnes eines jüdischen Zimmermann.

Sie waren alle willkommen, keiner wurde weggeschickt.

So wurden alle Zeuge, wie Jesus das Licht der Welt erblickt.

Stellt euch vor, wie es dies Jahr auch passiert und der arme Obdachlose nicht in der Kälte erfriert.

Stellt euch vor, wir würden weniger für den Geschenkekauf aufbringen

und stattdessen mit der Familie mehr Weihnachtslieder singen.

Warum ich dies erzähle? Weil wir den Sinn aus den Augen verloren haben

Wir sind eine Familie, wir gehören zusammen.

Zur Weihnachtszeit fühlen sich viele einsam.

Wir können es ändern, und zwar gemeinsam.


 

21.06.2016

Schulgemeinschaftstag

Auf Wunsch der Studierenden gab es auch im Schuljahr 2015/16 einen Schulgemeinschaftstag, diesmal in Form eines Grillfestes. Eine Vorbereitungsgruppe aus dem UK hatte die gesamte Konzeption und Planung übernommen. Am 21.6. pünktlich um 16 Uhr war alles perfekt vorbereitet: vor dem Schulhaus die Stehtische für den Empfang, hinter dem Haus die Tische, das Salatbüffet und mehrere Grills.  Damit alle Kurse dabei sein konnten wurden die beiden BKs für diesen Nachmittag aus der Praxis geholt.

Lucas, der Kurssprecher des UK, begrüßte die Schulgemeinschaft, zu der heute auch die Kinder der Studierenden und Dozentinnen gehörten. Mit Holunderblütenschorle wurde auf den gemeinsamen Nachmittag angestoßen. Die ersten beiden Programmpunkte „Dackel Waldemar“, ein Bewegungslied, und ein gemeinsamer Tanz trugen sofort zu einer lockeren Stimmung bei. Der PIA-Oberkurs, der die Abschlussprüfungen bereits hinter sich hatte verabschiedete sich von der Schulgemeinschaft. Die Kurssprecher Sabrina und Matthias überreichten der Schule das gerahmte Kursfoto, die Studierenden bekamen eine Fachwörter-Sammlung als Geschenk.  Ein Wiedersehen gibt es noch einmal beim Abschlussgottesdienst im Juli.

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15.01.2016

Fachtag Inklusion

Inklusion bedeutet, dass allen Menschen die gleichberechtigte Teilhabe an gesellschaftlichen Prozessen ermöglicht wird. Alle Menschen werden ohne Voraussetzungen in ihrer Verschiedenheit von Anfang an anerkannt und wertgeschätzt. Inklusion bedeutet, dass die rechtlichen, finanziellen, personellen, organisatorischen und fachlichen Voraussetzungen zu schaffen sind, damit gesellschaftliche Teilhabe gelingen kann. Erst diese Rahmenbedingungen ermöglichen, dass Menschen selbstbestimmt entscheiden können, wo sie dazugehören wollen, wo sie mitmachen und teilnehmen wollen und wo sie ihre Fähigkeiten und Begabungen einbringen wollen.

Diese Definition befindet sich auf der Homepage der evang. Landeskirche in Baden, die am 1.1.2013 das Projekt Inklusion ins Leben gerufen hat. In diesem Projekt werden Grundlagen erarbeitet, die ermöglichen, dass schrittweise Inklusion in der badischen Landeskirche gelingen und für möglichst viele Menschen zur erfahrbaren Wirklichkeit werden kann.

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23.11.2015

Aktionstag Arbeit mit Kindern mit Fluchterfahrungen

Fluchterfahrungen – ein wichtiges Thema für angehende Erzieherinnen und Erzieher

Am 23.11. fand in der Evangelischen Fachschule für Sozialpädagogik in Nonnenweier ein Aktionstag zum Thema “Flüchtlinge” statt. Mit dem Ziel, die jungen Menschen für das Thema “Flüchtlinge” zu sensibilisieren, Ängste und Vorurteile abzubauen und die Bedeutung der gegenwärtigen Situation für die zukünftige Arbeit als Erzieher oder Erzieherin zu verdeutlichen, wurde der Unterricht für einen Tag ausgesetzt, um sich diesem aktuellen und praxisrelevanten Thema zu widmen.

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