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Regelausbildung

Die Ausbildung zur Erzieherin/zum Erzieher befähigt dazu, Erziehungs-, Bildungs- und Betreuungsaufgaben zu übernehmen und in allen sozialpädagogischen Bereichen selbstständig und eigenverantwortlich als Erzieherin oder Erzieher tätig zu sein. Die Schule vermittelt die hierzu erforderliche berufliche Handlungskompetenz.

In der Regel beginnen Sie die Ausbildung mit einem mittleren Bildungsabschluss. Die Ausbildung dauert dann vier Jahre und gliedert sich in das einjährige Berufskolleg, die zweijährige Fachschule und das abschließende einjährige Berufspraktikum. Nach Abschluss der gesamten Ausbildung wird die Berufsbezeichnung „Staatlich anerkannter Erzieher“/“Staatlich anerkannte Erzieherin“ erworben.

Berufskolleg (1 Jahr)

Ziel und Status der Ausbildung
Das einjährige Berufskolleg für Sozialpädagogik bereitet auf die Ausbildung an der Fachschule für Sozialpädagogik vor. Es vermittelt fachliche Grundlagen für den Beruf einer Erzieherin oder eines Erziehers und fördert die Entwicklung von Handlungskompetenzen und der Persönlichkeit der Studierenden. Das 1BKSP ist eine Vollzeitschule, für die die allgemeine Ferienregelung (BW) gilt.

An unserer Schule finden im Berufskolleg in der Regel 3 Blockpraktika statt, die sich mit Schulphasen abwechseln.  Insgesamt verbringen Sie etwa ein Drittel dieses Schuljahres in Ihrer Praxisstelle.

Wie finde ich eine Praxisstelle für´s Berufskolleg?
Die Praxisstelle wird von der Bewerberin / dem Bewerber für das Berufskolleg selbst ausgesucht und von der Schule normalerweise anerkannt, wenn die folgenden Bedingungen erfüllt sind:

•    Tageseinrichtung für Kinder (0 – 6 Jahre)
•    Im Großraum Lahr, Offenburg, Freiburg
•    Anleitung durch eine Erzieherin mit in der Regel mindestens 2jähriger Berufserfahrung nach dem Anerkennungsjahr

Fachschule (2 Jahre)

Die praktische Ausbildung im Handlungsfeld Sozialpädagogisches Handeln in verschiedenen Arbeitsfeldern dient der Anwendung und Vertiefung der im schulischen Unterricht erworbenen Kenntnisse, Fertigkeiten und Fähigkeiten. Die Gesamtverantwortung für die praktische Ausbildung liegt bei der Schule. Dies schließt die Betreuung, Beratung, Beurteilung und Benotung der Studierenden während der praktischen Ausbildung mit ein. Schule und Einrichtung stellen dabei in engem Zusammenwirken eine effektive Verzahnung von schulischem Unterricht und dessen praktischer Umsetzung in der Einrichtung sicher.

An unserer Schule absolvieren Sie die praktische Ausbildung in 2 sechswöchigen Praxisblöcken. Im 1. Jahr (Unterkurs) findet das Praktikum in einer Kindertagesstätte oder Kinderkrippe statt.

Im Oberkurs arbeiten Sie mit Schulkindern oder Jugendlichen. Es stehen Horte für Schulkinder oder Ganztagesschulen, Einrichtungen der offenen Kinder- und Jugendarbeit, sonderpädagogische Einrichtungen und Heime mit Tagesgruppen oder mit vollstationären Gruppen zur Auswahl.

Berufspraktikum (1 Jahr)

Voraussetzung für die Aufnahme in das Berufspraktikum ist der erfolgreiche Abschluss der zweijährigen Fachschule. Das Berufspraktikum dauert i.d.R. ein Jahr.

Sie suchen sich in Absprache mit unserer Schule eine Einrichtung im Umkreis von in der Regel maximal 50 km zur Fachschule. Sie können ein Arbeitsfeld der Erzieherin/ des Erziehers frei wählen. Die Stelle muss von der Schule genehmigt werden. Mit der Einrichtung schließen Sie einen Arbeitsvertrag ab und Sie bekommen in diesem letzten Ausbildungsjahr ein Gehalt.

Im ersten Teil des Berufspraktikums sind Fortbildungstage im Rahmen von Tutorengruppen organisiert. Außerdem begleitet Sie eine Lehrkraft durch dieses letzte Ausbildungsjahr und besucht Sie 2 Mal in Ihrer Einrichtung, beim ersten Besuch zusammen mit Ihrer Tutorengruppe. Die Besuche erfolgen in Absprache mit Schule, PraktikantIn und Einrichtung.

Das Berufspraktikum endet mit dem Kolloquium, sozusagen der letzten Abschlussprüfung der Ausbildung. Der erfolgreiche Abschluss des Berufspraktikums berechtigt zum Führen des Titels „Staatlich anerkannte Erzieherin / Staatlich anerkannter Erzieher“.

Das ist gut zu wissen:

Voraussetzungen

Aufnahmevoraussetzung für den Besuch des einjährigen Berufskollegs für Sozialpädagogik ist ein mittlerer Bildungsabschluss. Außerdem werden an unserer Fachschule Bewerbernachmittage durchgeführt.

Aufnahmevoraussetzungen sind z.B.:

•    Realschul- oder Werkrealschulabschluss
•    Fachschulreife
•    Versetzung in die 11. Klasse des G 9 oder die 10. Klasse des G 8

Für AbiturientInnen sowie für BewerberInnen mit Fachhochschulreife oder einem mittleren Bildungsabschluss und abgeschlossener anderer Berufsausbildung kann das Berufskolleg entfallen. Sie können sich als sog. Quereinsteiger/innen direkt für die Fachschule bewerben. Notwendig ist dafür neben den Nachweisen über den jeweiligen Schul- oder Ausbildungsabschluss der Nachweis eines 6-wöchigen Praktikums in einer sozialpädagogischen Einrichtung.
In den einzelnen Schuljahren steht jeweils eine unterschiedliche Anzahl von Quereinsteigerplätzen zur Verfügung.

Kosten

Für die Ausbildung an unserer Fachschule wird kein Schulgeld erhoben. Allerdings berechnen wir für die Aufnahme in die einzelnen Schulformen eine einmalige Einschreibegebühr von derzeit 65.-€; für das Berufspraktikum beträgt diese 195.-€. Außerdem fallen für unterschiedliche Unterrichtsmaterialien (z.B. Kopien, Werkmaterialien) und verschiedene Veranstaltungen (z.B. Hüttenaufenthalt zu Beginn der Ausbildung , Exkursionen, Studienfahrt im Oberkurs der Fachschule) Kosten von durchschnittlich 35.-€ im Monat an.

Fachhochschulreife

Parallel zur Regelausbildung kann die Fachhochschulreife erworben werden. Voraussetzung hierfür ist

  • die erfolgreiche Teilnahme am Zusatzunterricht Mathematik während der zwei Jahre Fachschulausbildung und
  • die bestandenen Zusatzprüfungen in den Fächern Mathematik, Deutsch und Englisch mit mindestens ausreichenden Leistungen im Durchschnitt sowie
  • der erfolgreiche Abschluss der Ausbildung zur staatlich anerkannten Erzieherin.

Der Erwerb der Fachhochschulreife berechtigt zum Studium an Fachhochschulen aller Fachrichtungen.